Suzuki Technologie-Strategie 2025

Verbrenner behält wichtige Rolle

Suzuki präsentiert Technologie-Strategie

Suzuki hat seine Technologie-Strategie für die kommenden zehn Jahre vorgestellt. Unter dem Leitmotiv »By your side« konzentriert sich der japanische Hersteller auf zwei übergeordnete Ziele: Die Lösung alltäglicher Mobilitätsprobleme sowie die Ermöglichung individueller Mobilität weltweit.

Im Zentrum der Strategie stehen vier Handlungsfelder: Die weitere Gewichtsreduzierung bei Fahrzeugen, die Steigerung der Effizienz von Verbrennungsmotoren, die Entwicklung kompakter Elektro- und Hybridantriebe sowie ein stärker softwaregetriebenes Fahrzeugkonzept. Ergänzt werden diese Ansätze durch neue Recyclingverfahren, den Aufbau einer Biogas-Sparte sowie Maßnahmen zur CO₂-Reduktion in der Produktion.

Verbrennungsmotoren behalten hohen Stellenwert

Anders als manche Wettbewerber verabschiedet sich Suzuki nicht vom klassischen Verbrennungsmotor. Vielmehr sollen bestehende Technologien durch höhere Wirkungsgrade optimiert werden – etwa durch schnellere Verbrennung oder reduzierte Reibung. Parallel arbeitet der Konzern an flexiblen Antrieben für CO₂-neutrale Kraftstoffe. In Indien läuft bereits das erste Motorrad mit FFV-Technologie (FFV = Flexible Fuel Vehicle) in Serie: Die GIXXER SF 250. Zudem wurden mehrere Automodelle auf E20-Kraftstoff umgestellt. Dieses Konzept deutet darauf hin, dass der Verbrenner bei Suzuki auch im Motorradsektor künftig noch eine wichtige Rolle spielen wird – allerdings zunehmend betrieben mit alternativen Kraftstoffen.

Zweiradsparte als Technologie-Träger

Gerade bei den Zweirädern zeigt sich Suzukis Ansatz exemplarisch. Parallel zum genannten FFV-Motorrad treibt das Unternehmen auch die Elektrifizierung im PTW-Sektor (PTW = Powered Two Wheeler) voran. Mit dem Elektroroller e-ACCESS soll ab Herbst 2025 in verschiedenen Märkten ein leichtes, batterieelektrisches Einstiegsmodell verfügbar sein, das mit möglichst kleinen Akkupaketen auskommt. In beiden Fällen – Verbrennung wie Elektrifizierung – gilt die Maxime »kleiner, leichter, effizienter«.

Ein weiterer Baustein ist der Renneinsatz. Beim 8-Stunden-Rennen von Suzuka startete Suzuki mit einem zu 100 Prozent nachhaltigen Kraftstoff, Fahrzeugkomponenten waren aus Recycling- und Bio-Materialien gefertigt. Solche Wettbewerbe dienen als Testfeld, um Erkenntnisse für den Serienmotorradbau zu gewinnen.

Nachhaltigkeit im Blick

Darüber hinaus investiert Suzuki in Biogas-Technologie. In Indien entsteht derzeit ein Werk, das ab 2025 Treibstoff aus landwirtschaftlichen Reststoffen produzieren soll. Dieser Ansatz könnte nicht nur CNG-Fahrzeuge (CNG = Compressed Natural Gas) mit klimafreundlichem Kraftstoff versorgen, sondern auch soziale und wirtschaftliche Effekte in ländlichen Regionen entfalten.

Neues Logo

Ergänzend zur neuen Technologie-Strategie hat Suzuki das Markenlogo überarbeitet. Das leicht an japanische Schriftzeichen erinnernde »S« bleibt erhalten, verliert jedoch seine barocke Ausgestaltung. Allerdings geht Suzuki nicht soweit wie andere Konzerne, etwa VW, und setzt nicht auf ein reines Flat Design. Das neue Erscheinungsbild wirkt immer noch dreidimensional und hat eine metallische Anmutung.

Fazit

Suzuki setzt in den kommenden Jahren auf eine Doppelstrategie: Der Verbrennungsmotor bleibt – auch im Motorradbereich – eine tragende Säule, soll aber mit alternativen Kraftstoffen klimaneutral betrieben werden. Parallel entwickelt das Unternehmen batterieelektrische Modelle. Damit positioniert sich der Hersteller zwischen klassischem Antrieb und neuer E-Mobilität – mit motorisierten Zweirädern als Technologieträger.

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