Nach der Zwei-Tages-Veranstaltung im „Ländle“ zählten in der Westfalenmetropole traditionell nur die ersten beiden Tage zum Cup. Am Freitagabend wechselte die Tabellenführung vom weiteren Franzosen Cedric Soubeyras zum Australier Luke Clout, doch beim Main-Event am Samstag, der „Nacht der Fans“, drehte der 36-jährige Deutschland-Dauerbrenner „Soub“ den Spies wieder um und wurde erstmals in seiner Karriere ADAC-SX-Cup-Sieger. Der fünf Jahre jüngere Luke Clout brauchte sich bei seinen ersten beiden Deutschland-Gastspielen mit Gesamtrang Zwei nicht verstecken, vor allem nicht mit seinem nun „drucklos“ errungenen Tagessieg am Sonntag.
An den ersten beiden Abenden hatten Maxime Desprey und Gregory Aranda, ebenfalls aus Frankreich, dominiert und sich auf den Plätzen eins und zwei abgewechselt. Damit hatten sie für den (Familien-)Sonntag die besten Ausgangspositionen für den Gesamtsieg in Dortmund. An diesem kam wieder das Triple-Crown-Format mit drei gleichwertigen Heats zur Anwendung. Luke Clout „Aussie“ holte sich nach Platz vier im ersten Heat zwei Laufsiege und verwies so Greg Aranda und Maxime Desprey auf die Plätze. Tagesrang zwei reichte Aranda, um zum dritten Mal in Folge sowie zum vierten Mal insgesamt als Bester aller drei Renntage den supercrossigen Adelstitel „König von Dortmund“ einzuheimsen. Mit Abstand bester Deutscher im Cup (als Meisterschaftsdritter!) sowie in Dortmund wurde der Brandenburger Maximilian Spies vom Becker-Racing-Team aus Mücke im Vogelsbergkreis.
In der Klasse SX2 gewann der nächste Franzose Calvin Fonvieille an allen drei Tagen und wurde „Prinz von Dortmund“. Am Samstag hatte er schon den Cup-Sieg dingfest gemacht.
Thorsten Horn
