Bombastisch auch die Stimmung, was wohl daran lag, dass in diesem Jahr etliche deutsche Fahrer mit im Starterfeld waren. Am ersten Abend entschied der US-Fahrer Mitchell Oldenburg bei seinem ersten Auftritt in Deutschland das Rennen der Asse für sich. Etwas enttäuscht war zunächst der Franzose Cedric Soubeyras, der sich beim Kampf um Platz zwei Luke Claut aus Australien geschlagen geben musste. Beim nächsten Aufeinandertreffen krönte er sich dann in starker Weise mit einem Laufsieg in der Gesamtwertung zum dritten Mal nach 2017 und 2022 zum „König von Stuttgart“. Mit Platz 7 war Maximilian Spies, der an beiden Tagen den Einzug ins Finale geschafft hatte, der erfolgreichste deutsche Pilot in dieser Klasse. Auch in der SX2 erklang zu Ehren von Jules Pietre wiederum die französische Nationalhymne.
Er hatte seine Landsleute Calvin Fonvielle und Liam Bruneau hinter sich gelassen. Die deutschen Farben hielt Noah Ludwig hoch, der es bei seinem ersten Supercross-Rennen sogar einmal aufs Podium geschafft hatte und sich über seinen 5. Platz insgesamt riesig freute. Lokalmatador Paul Bloy aus Biberach war nach einem Sturz am ersten Tag etwas gehandicapt, aber seine Fans feierten seinen 8. Rang trotzdem euphorisch. In der neuen Next-Generation Klasse konnten sich talentierte Fahrer im Alter von mindestens 14 bis höchstens 25 Jahren präsentieren und diese Chance nutzte Leo Paukovic aus Öhringen beides Mal eindrucksvoll. Angesichts der Rennen in den Klassen für die ganz Kleinen auf ihren Mini-Bikes braucht man sich wohl über den Fortbestand des Offroad-Sportes keine Sorgen machen. Krönender Abschluss bildete wie immer die Freestyle-Show bei denen die vier Akteure fast die Hallendecke streiften.
Jochen Bangert