In der Ankündigung des AMC Penzberg war von einer „kleineren Neuauflage“ die Rede. Mehr als zehn Jahre liegen die letzten Dirt Days zurück, nach denen die alte Crossstrecke in Habach anderen Zwecken zugeführt werden musste. Schade, denn zwar sind die Hardenduro-Events „Erzberg Rodeo“, „Hells Gate“ oder „Gotland Grand National“ eine andere Nummer, trotzdem waren die „Dirt Days Habach“ immer ein fester Begriff in der Szene. Nun kam es Anfang Oktober zu einem Revival in der Kiesgrube Gundhardt bei Sindelsdorf, wo im letzten Jahr schon ein Motocross– Event ausgetragen wurde. Diesmal also Enduro, die Kombination aus Ausdauer, Geschwindigkeit und technischem Können über lange, abwechslungsreiche Strecken mit Hindernissen. Aus alter Zeit übernommen wurde der alte Durchführungsmodus mit drei Rennen der Youngsters, Master Class und Seniors. Der „Master of Dirt“ mit den Altersklassenbesten, bildete den Abschluss.
Die Strecke mit dem Maisacker zu Beginn des Kurses und die folgende Kiesgrube mit diversen Hindernissen forderte den Teilnehmern alles an Können und Kondition ab – die teils hochrote Gesichtsfarbe unter den Helmn nach einer Renndauer von eineinhalb Stunden, sprach Bände. Nach dem Finale gaben viele Fahrer zu: „Ich bin ziemlich fertig.“ Trotzdem: Wer Lust und Zeit hatte, konnte das Gelände auch am Sonntag noch fürs freie Fahren nutzen.
Insgesamt also ein Spaß für alle. Leider ist es schwer vorherzusagen, ob dort derartige Veranstaltungen langfristig geplant werden können. Die Menschen in den entscheidenden Positionen, die diesem Sport wohlgesonnen sind, werden leider immer rarer. Umso wichtiger ist es, die Initiativen und Vereine zu unterstützen.
Harry