Internationale Teilnehmer aus Indien, aber auch Europäer aus England, Frankreich, der Schweiz, Österreich und Luxembourg trafen ab Donnerstag ein und das schon legendäre „Zirkuszelt“, von Jens und seinem Team aufgestellt, bildete den zentralen Mittelpunkt. Zu den an den Abenden gezeigten Reisevorträge über Russland, Indien und Thailand gab es viele Workshops und Infoveranstaltungen zu Themen wie Impfung, Kommunikation, Navigation, elektrische Motorisierung und praktischen Anschauungsunterricht zum Speichenwechseln, Winterausrüstung und vieles mehr. Al, einer der britischen Gäste, belegte eindrucksvoll das auch mit kleinvolumigen Motorrädern, in seinem Falle mit einer 125er Honda Hunter, selbstimportiert aus Fernost, auch weite Reisen unternommen werden können. War er doch vor seiner Fahrt nach Sippersfeld zum HU-Treffen, noch 1.407 km von John o’Groates nach Lands End der Länge nach durch das Vereinigte Königreich gefahren.
Die vielen Gespräche mit gleichgesinnten Travellern, die Abende am Feuer und am Grill bis tief in die Nächte, machen ein solches Treffen aus. Ein weiterer Punkt am Samstagabend war ein Gruppenfoto im Zelt bei der Weitergabe des „Reisesteins“. Dieser bemalte Stein war 14 Tage zuvor auf der Trauerfeier anlässlich Bernd Teschs Gedenken gestiftet worden und wird von nun an durch Reisende weitergegeben. Die erste Übergabe fand durch Jens, den HU Germany Veranstalter, an einen der Anwesenden statt. Dieser wird wiederum den „Reisestein“ weitergeben. Der Gedanke hinter der Aktion – und das steht auch so auf dem Stein – ist, das Bernd, ein Urgestein der Travellerszene, so endlos weiter mit uns auf Reisen gehen kann, was, wie ich finde, ein schöner Gedanke ist.
Auch die Fahrzeugpalette der angereisten Teilnehmer war bunt wie der „Reisestein“ und das sowohl auf zwei, drei als auch vier Rädern. Es galt in erster Linie Selbstverpflegung, jedoch führte ein kulinarischer Workshop auch ein sättigendes Ergebnis zu Tage, denn es wurde ein Lammgulasch gekocht. Wer kochtechnisch völlig unbegabt war, hatte auch noch die Möglichkeit sich im Campingplatz-eigenen Café und auch der Gaststätte versorgen zu lassen.
Henning Rest