Bundesrat fordert 80 dB für Motorräder

Regierung soll tätig werden

Bundesrat fordert 80 dB für Motorräder

Am 15. Mai hat der Bundesrat eine Entschließung verabschiedet, die die Bundesregierung dazu auffordert, sich für eine Begrenzung der Geräuschemissionen aller neuen Motorräder auf maximal 80 dB(A) einzusetzen.

Der Bundesrat, die Vertretung der Länder, hat sich für eine Reduzierung der Geräuschemissionen von Motorrädern ausgesprochen. In ihrer Plenarsitzung am 15. Mai hat die Kammer eine Entschließung verabschiedet, die die Bundesregierung auffordert, sich bei der Europäischen Kommission als zuständiger Behörde für einen Grenzwert von 80 dB(A) für neue Motorräder einzusetzen.

Desweiteren fordert die Länderkammer erweiterte Befugnisse für die Polizei. So soll es den Ordnungshütern möglich sein, Motorräder bei gravierenden Lärmüberschreitungen sofort sicherzustellen oder diese an Ort und Stelle zu beschlagnahmen.

Ebenfalls im Forderungskatalog der Ländervertreter enthalten ist die Möglichkeit zur Einrichtung von Motorradfahrverboten an Sonn- und Feiertagen aus Lärmschutzgründen.

Ziel der Bundesratsinitiative ist auch die Sensibilisierung von Motorradfahrern für eine angemessene Fahrweise. Deshalb sollen Initiativen wie »Silent Rider«, die gerade eine Online-Petition gegen Motorradlärm gestartet haben, unterstützt werden.

Die Entschließung des Bundesrates hat nur Empfehlungscharakter, die Regierung ist nicht verpflichtet, den Forderungen nachzukommen. Eine ähnliche Entschließung aus dem Jahre 2012 lief zumindest weitgehend ins Leere. Sicherlich werden nun einige Motorradkollegen frohlocken, doch die wiederholte Beschäftigung der Länderkammer mit Motorradlärm zeigt, dass das Thema an Brisanz gewinnt. Es liegt daher an jedem Einzelnem, durch verantwortungsbewusstes Verhalten dazu beizutragen, dass der Gesetzgeber nicht eines Tages rigorose Regelungen erlässt, die unser Hobby drastisch einschränken.

Foto: ivm

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