Connected Motorcycle Consortium setzt Arbeit fort

Vernetzte Sicherheit für Motorräder

Connected Motorcycle Consortium setzt Arbeit fort

Nachdem eine »Basic Specification« erfolgreich verabschiedet wurde, kamen die beteiligten Motorradhersteller überein, ihre Zusammenarbeit im Bereich der kooperativen Sicherheitssysteme für motorisierte Zweiräder fortzusetzen.

Im Jahr 2016 gründeten BMW, Honda und Yamaha das Connected Motorcycle Consortium (CMC) mit dem Ziel, die Entwicklung »kooperativer Sicherheitssysteme« (Cooperative Intelligent Transportation System, kurz C-ITS) für Motorräder mit herstellerübergreifenden Standards zu fördern. C-IST setzen auf die Synergie aus fahrzeugeigener Sensorik und dem Informationsaustausch zwischen Verkehrsteilnehmern.

Erstes Teilziel erreicht: Basic Specification

Im Dezember 2020 verabschiedete das Konsortium eine »Basic Specification«. Darin sind Untersuchungsergebnisse dokumentiert und in Bezug auf die Anwendbarkeit für kooperative Sicherheitssysteme bewertet, C-ITS Anwendungen werden definiert und die Anwendungstest erster Prototypen von C-ITS-Fahrzeugen sind aufgeführt. Hieraus wurden Vorschläge für künftige Standards abgeleitet sowie ein Zeitplan für die Implementierung der Systeme erarbeitet. Die Basic Specification enthält auch die Forderung, das Human Machine Interface Design, also das Erscheinungsbild an den Schnittstellen zwischen System und Fahrer, zu vereinheitlichen, um ein Maximum an Sicherheit zu erzielen.

Nächster Meilenstein: CMC »Next«

Der mittlerweile auf BMW, Honda, KTM, Suzuki, Triumph und Yamaha angewachsene Kreis der beteiligten Motorradhersteller hat sich nun verständigt, im Rahmen des Programms CMC »Next« die Zusammenarbeit mit Automobilherstellern zu suchen. Es soll daraufhin gearbeitet werden, die Wahrnehmung von Motorrädern durch Advanced Driver Assistance Systems (ADAS), also die Radar- und Kamerasensorik moderner Assistenzsysteme, zu verbessern, um die Sicherheit motorisierter Zweiräder im gemischten Verkehr zu erhöhen. Das Konsortium ist der Ansicht, dass maßgeschneiderte Motorrad/Auto-Szenarien und Tests entwickelt und standardisiert werden müssen.

Toyoshi Nishida, Generaldirektor der PF Model Unit von Yamaha Motor, formuliert die Zielsetzung so: »Wir streben Konnektivität für Motorräder an, um die Sicherheit zu erhöhen und gleichzeitig, durch die Integration von Motorrädern in ein zukünftiges Verkehrsökosystem, ein neues Maß an Fahrkomfort und Fahrspaß zu gewährleisten.«

Kooperation erwünscht

Das Connected Motorcycle Consortium lädt andere Organisationen, Auto- und Motorradhersteller sowie Zulieferer ausdrücklich ein, sich an der Arbeit zu beteiligen, um bestmögliche Standards für die Verkehrssicherheit von morgen zu entwickeln.

Weitere Informationen

Foto © Würzburger Institut für Verkehrswissenschaften GmbH

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