Ansichten der Ducati 1199 Superleggera.
Die restlichen rund zehn Kilogramm gegenüber der Serie einzusparen, gestaltete sich deutlich schwieriger. So wurde der Monocoque-Rahmen aus dem schwierig zu verarbeitenden Leichtmetall Magnesium im Sandgussverfahren hergestellt. Aus demselben Werkstoff entstanden die am Computer aufwendig optimierten Felgen. Eine komplexe Kohlefaserkonstruktion dient als Rahmenheck.Beim Fahrwerk entdeckten die Ingenieure unter anderem am Federbein Einsparpotenzial. Eine Titanfeder brachte hier wertvolle Gramm. Der Werkstoff Titan hilft auch bei der Abgasanlage, das Gewicht zu reduzieren.Die Rohre der FL916-USD-Gabel von Öhlins haben eine exakt auf Kraftfluss und Biegemoment optimierte Form, so dass auch hier Material eingespart werden konnte.Zunächst paradox mutet die Verwendung des superschweren Metalls Wolfram zur Wuchtung der Kurbelwelle an. Doch bei genauer Betrachtung macht der Kniff durchaus Sinn. Das Element mit der Ordnungszahl 74 ist so schwer, dass winzige Mengen zur Feinwuchtung reichen – die unter dem Strich weniger Gewicht auf die Waage bringen, als leichtere Werkstoffe.Komponenten der Bremsanlage, Kette und Kettenblatt sowie zahlreiche Schrauben wurden durch Spezialteile aus dem Motorsport ersetzt.Das Ergebnis der Sparanstrengungen ist ein dem Vernehmen nach rund 65.000 Euro teures Motorrad, das mit Rennauspuff 205 PS leistet und nur 166 Kilogramm wiegt. 500 zahlungskräftige Kunden haben die Möglichkeit, einen der in streng limitierter Stückzahl gebauten Renner zu erwerben.<link http: www.ducati.de _blank external-link-new-window external link in new>
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