Moto Guzzi V100 Mandello

1000-Kubik-Twin

Guzzi bringt flüssigkeitsgekühlten V2

Wie alle Traditionshersteller muss auch Moto Guzzi Abschied nehmen vom luftgekühlten Motor. Die neue Antriebsgeneration mit Flüssigkeitskühlung hört auf die Bezeichnung V100 und wird in einem modern gestylten Crossover-Motorrad Premiere feiern.

Im Jahr seines 100. Jubiläums kündigt der italienische Motorradhersteller Moto Guzzi einen Generationenwechsel an. Mit dem V100 kommt ein komplett neuer, flüssigkeitsgekühlter Motor ins Programm. Das Grundkonzept bleibt im Sinne der Markenidentität natürlich unverändert: Es handelt sich wie gewohnt um einen längs eingebauten V2. Doch ansonsten ist alles neu.

Nicht nur dass der Twin durch sein Kühlmedium mit der Tradition bricht, auch der Zylinderkopf ist gedreht. Dieser wird nun von oben nach unten durchströmt, was Assoziationen an den jüngsten Boxer von BMW weckt. Die Gemischaufbereitung inklusive Airbox befindet sich dementsprechend unter Tank oder zumindest dort, wo sich traditionell der Tank befindet. Möglicherweise musste der Kraftstoffbehälter dem Ansaugtrakt auch völlig weichen und befindet sich in tieferen Etagen.

Die Abgase entweichen durch nur mäßig gekröpfte Krümmer nach unten, bevor sie nach Durchströmen von Kollektor und Kat durch eine einseitig verlegte Abgasanalage Richtung Heck geleitet werden. Der Radiator sitzt als einteiliges Element vor der Brust des Motors und lässt von vorne zumindest den Blick auf die Zylinderköpfe frei.

 Die neue Moto Guzzi V100 Mandello

Der Motor-/Getriebeblock ist als mittragendes Element ins Chassis integriert. Auch die linksseitig geführte Einarmschwinge ist direkt im Getriebe gelagert, stützt sich jedoch über ein Federbein gegen den Hilfsrahmen aus Stahlrohr ab. Dieser trägt das Rahmenheck und nimmt den Lenkkopf auf.

Daten zu Leistung und Drehmoment des rund 1000 Kubikzentimeter großen Zweizylinders wird Moto Guzzi wohl erst auf der EICMA verraten. Zudem ist offen, welche Hubraumvarianten es künftig geben könnte.

Und auch zur Peripherie halten sich die Italiener noch bedeckt. Das Vorserienmodell einer Crossover-Maschine mit dem Beinamen Mandello, das Guzzi bereits in einem Video teasert, zeigt jedenfalls hochwertige Komponenten. Die Bremsanlage stammt von Brembo, das Federbein ist mit einer hydraulischen Federvorspannung ausgestattet. In der Front arbeitet eine USD-Gabel, zu deren genauer Ausführung sich aktuell nichts sagen lässt. Kabel an den Federelementen weisen jedoch darauf hin, dass zumindest optional ein semiaktives Fahrwerk angeboten wird.

Als Informationszentrale im Cockpit dient ein großes TFT-Farbdisplay. Für Witterungsschutz sorgt eine verstellbare Scheibe auf einer rahmenfesten Verkleidung, zusätzlich scheinen aufklappbare seitliche Windabweiser vorgesehen zu sein.

Am 23. November werden wir mehr über die neue Guzzi-Generation wissen. Dann nämlich öffnet die EICMA in Mailand ihre Pforten für das Fachpublikum.

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