Honda feiert 50 Jahre Motocross-Modelle

Vorstellung der 2023er CRF450R

Honda feiert 50 Jahre Motocross-Modelle

Die neue Honda CRF450R markiert den 50. Jahrgang der Motocross-Modelle des japanischen Herstellers. Die fünf Jahrzehnte seit Einführung der CR250M Elsinore waren geprägt von einer Reihe technologischer Sprünge. Ein Rückblick auf die wichtigsten Meilensteine.

1973 – CR250M Elsinore

Die CR250M Elsinore entstand aufgrund der wachsenden Popularität des Motocross-Sports in den USA und Europa. Sie war Hondas erste dezidierte Zweitakt-MX-Serienmaschine und wurde dank ihrer Benutzerfreundlichkeit, hohen Qualität und Zuverlässigkeit sofort ein Erfolg. Zu den Werbemaßnahmen für das neue Motorrad gehörte auch ein sehr beliebter Clip mit Steve McQueen.

Die Maschine, benannt nach dem legendären Elsinore Grand Prix in Kalifornien, besaß einen luftgekühlten 247,8-ccm-Motor, einen Doppelschleifenrahmen aus Stahlrohr, eine Telegabel, eine Stahlschwinge mit Stereofederbeinen sowie Trommelbremsen. Sie brachte 104 Kilogramm auf die Waage.

Honda CR250M Elsinore
4 Bilder
Honda CR 250 R
Honda CR500R
Honda CRF450X

 Wichtige Modelle der Honda-MX-Historie

1981 – CR250R

Mit Flüssigkeitskühlung und dem progressiven Hebelsystem Pro-Link am Zentralfederbein markiert die CR250R einen Technologiesprung. Der langhubige Motor wurde von zwei kleinen Radiatoren gekühlt. Das Fahrwerk glänzte mit Aluschwinge, über Hebel angelenktem Zentralfederbein und Fernbedienung für den Shock.

1985 – CR500R

Ursprünglich wurde die CR500R 1984 in luftgekühlter Form auf den Markt gebracht (mit einem Drehmoment von über 70 Nm). 1985 erfolgte die Umstellung auf Wasserkühlung. Die Ästhetik dieses Motorrades, das für die Blütezeit des Motocross in den 1980er Jahren steht, hat die Optik des aktuellen 50-Jahre-Jubiläumsmodell CRF450R inspiriert.

1997 – CR250R

Um die Fortschritte in der Motorentechnologie und die daraus resultierenden Leistungs- und Drehmomentsteigerungen zu nutzen, wagte Honda den Schritt, den ersten Aluminiumrahmen für ein Serien-MX-Bike zu fertigen. Voll einstellbare Federelemente rundeten die Hightech-Ausstattung ab.

2002 – CRF450R

Mit der ersten Generation der 450er leitete Honda eine neue Ära ein. Dank ihres auf der 250er basierenden Chassis war die CRF450R schlank und leicht. Der 449-ccm-Motor war kraftvoll, laufruhig und besaß ein breites Leistungsband, was ihn nicht weniger potent aber deutlich besser fahrbar machte als einen vergleichbaren 250-ccm-Zweitaktmotor.

2009 – CRF450R

Im Zuge kontinuierlicher Weiterentwicklung erhielt die CRF450R einen Motor mit Kraftstoffeinspritzung mit 50-mm-Drosselklappe und 12-Loch-Einspritzdüse. Der Fahrer bekam zudem die Möglichkeit, Einspritz- und Zündzeitpunkt über ein HRC PGM-FI-Einstellgerät anzupassen. Bei der Überarbeitung des Motors und der Entwicklung des Chassis lag der Fokus auf der Zentralisierung der Massen. Hierdurch wurde die Maschine kompakter, ihr Schwerpunkt wanderte weiter vorne und lag nun tiefer. Die 48er USD-Gabel mit Luft-Öl-Trennung (AOS) und das kompaktes Federbein stammten von Kayaba.

2017 – CRF450R

Unter dem Konzept »Absolute Holeshot!« wurde die CRF450R von Grund auf neu konzipiert. Sie erhielt ein komplett neues Fahrwerk mit Federelementen von Showa und einen neuen Motor mit deutlich mehr Leistung. Der serienmäßige Elektrostarter kam ein Jahr später hinzu. Ab Modelljahr 2019 steigerte ein von HRC entwickelter Zylinderkopf die Leistung und das Drehmoment, und eine Launch Control gehörte zum Serienumfang. Ab 2020 gab die dreistufige Honda Selectable Torque Control (HSTC) dem Fahrer die Möglichkeit, die Traktion des Hinterrads zu variieren.

2022 – Jubiläumsmodell CRF450R

Abgesehen von den Rädern und der grundlegenden Motorarchitektur war die CRF450R im Jahr 2021 ein komplett neues Motorrad, das sich stark an den Entwicklungen der CRF450RW von Tim Gajser orientierte, die 2019 und 2020 die MX GP-Meisterschaft gewann.

Für das Jubiläumsjahr 2023 erhielt die CRF450R eine Reihe Updates an Motor und Fahrwerk, die auf Anregungen der Werksfahrer beruhen.

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