Husqvarna 701 Enduro und 701 Supermoto, Modell 2026

Einzylinder jetzt noch stärker

Husqvarna 701 Enduro und 701 Supermoto, Modell 2026

Mit den Modellen 701 Enduro und 701 Supermoto bringt Husqvarna zum Modelljahr 2026 umfassend modernisierte Varianten seiner großvolumigen Einzylinder-Baureihe auf den Markt.

Beide Maschinen wurden technisch deutlich überarbeitet: Neben einem erstarkten Motor und neuen Fahrwerksabstimmungen führen die Austro-Schweden eine Reihe neuer Assistenzsysteme ein, die sowohl auf der Straße als auch im Gelände die Einsatzmöglichkeiten erweitern.

Euro-5+-Single mit fetten 79 PS

Kernstück ist der weiterentwickelte LC4-Einzylinder, der künftig die Euro-5+-Norm erfüllt. Die Spitzenleistung steigt von bisher 74 auf 79 PS, während gleichzeitig Effizienz und Laufkultur verbessert wurden. Ob für die gesteigerte Spitzenleistung ein höheres Drehzahlniveau erforderlich ist, und wie die Drehmomententfaltung des jüngsten Modells aussieht, lässt sich den derzeit vorliegenden Informationen nicht entnehmen.

Verantwortlich für die Leistungssteigerung sind laut Husqvarna unter anderem ein überarbeitetes Luftfiltergehäuse, eine neu konstruierte Kraftstoffpumpe mit höherem Druck, eine veränderte Abgasanlage mit versetztem Katalysator sowie optimierte Ventilsteuerzeiten, die das Drehmoment im unteren Drehzahlbereich steigern sollen. Neu ist auch ein Ride-by-Wire-Gasgriff mit 65 Grad Verstellweg, der eine feinere Dosierung ermöglicht.

Die Wartungsintervalle wurden verlängert: Ölwechsel stehen nun erst alle 15.000 Kilometer an, die Ventilspielkontrolle ist alle 30.000 Kilometer fällig.

Husqvarna 701 Enduro, Modell 2026
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Husqvarna 701 Enduro, Modell 2026

Husqvarna 701 Enduro und 701 Supermoto, Modell 2026

Beim Fahrwerk bleibt es bei der bekannten Kombi aus Gitterrohrrahmen aus Chrom-Molybdän-Stahl mit Aluminiumschwinge und Polyamid-Heckrahmen samt integriertem Tank. Neu abgestimmte Federelemente von WP sollen mehr Präzision und Komfort bieten. Darüber hinaus erhielt der Rahmen Befestigungspunkte für einen Hauptständer.

Modellspezifische Assistenzsysteme

Die Elektronik bietet nun ein 4,2-Zoll-TFT-Display im Querformat auf, mit dem sich Fahrmodi, Traktionskontrolle und ABS verwalten lassen. Während die 701 Enduro mit einem optionalen Rally Mode ausgestattet werden kann, bringt die 701 Supermoto einen speziellen Track Mode mit. Beide Systeme erweitern die Einsatzbandbreite:

  • Die Enduro führt als Novum das »Dynamic Slip Adjust« ein. Dieses regelt den maximalen Hinterradschlupf in Abhängigkeit der Traktion, indem es den Eingriff der Traktionskontrolle situativ reduziert. Auf losem Untergrund oder bei Steigungen lässt sich so kurzfristig mehr Schlupf abrufen, ohne die Motorleistung zu drosseln. Sobald die Haftung zurückkehrt, wird automatisch das vorherige Regelungsniveau wiederhergestellt.
  • Die Supermoto erhält das »Supermoto+ ABS«, das kontrolliertes Wegrutschen des Hinterrads beim Bremsen erlaubt, während das Vorderrad-ABS aktiv bleibt. Ergänzend steht ein »Sport ABS« zur Verfügung, das spätes und hartes Bremsen ermöglicht und dabei kürzere Bremswege zulässt.

Serienmäßig sind bei beiden Modellen Kurven-ABS und schräglagenabhängige Traktionskontrolle. Zusätzliche Unterstützung erhalten Single-Piloten durch Launch Control, Anti-Wheelie-Regelung, Motor Slip Regulation und individuell einstellbar Traktionskontrolle.

Cleane Optik mit viel Weiß

Die Optik der 2026er Modelle ist gekennzeichnet durch eine neu gestaltete Verkleidung und LED-Scheinwerfer. Die Enduro präsentiert sich skandinavisch schlicht in Weiß und Blau, während die Supermoto in Weiß-Gelb auftritt. Als Hingucker bringt sie eine 320er Bremsscheibe mit radial verschraubtem Brembo-Vierkolbensattel mit.

Die Produktion der neuen Einzylindermodelle startet im September 2025, die Preise und länderspezifische Verfügbarkeit will Husqvarna zu einem späteren Zeitpunkt nennen.

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