Keine Sanktion mehr gegen Harley

Zollstreit EU/USA beigelegt

Keine Sanktion mehr gegen Harley

Am Rande des G20-Gipfels in Rom haben die Vereinigten Staaten und die Europäische Union ihre Zollstreitigkeiten beigelegt. Damit sind auch die angekündigten Sanktionen gegen den amerikanischen Motorradbauer Harley-Davidson von Tisch.

Seit drei Jahren schwelte der Zollstreit zwischen den USA und der EU vor sich hin. Als Reaktion auf die vom damaligen US-Präsidenten Donald Trump verhängten Einfuhrzölle belegte die EU die Einfuhr bestimmter amerikanischer Waren mit saftigen Aufschlägen. Darunter: Hubraumstarke Motorräder, das Kerngeschäft der amerikanischen Traditionsmarke Harley-Davidson.

Kurz bevor die EU die Schraube nun noch weiter anzog, Aufschläge von insgesamt bis zu 56 Prozent standen im Raum, konnten sich Europäer und Amerikaner nun auf eine Beilegung des Handelsstreits verständigen.

Am Rande des Treffens der 20 wichtigsten Industriestaaten in Rom einigten sich die Kontrahenten darauf die »historischen transatlantischen Handelsströme bei Stahl und Aluminium wiederherzustellen, ihre Partnerschaft zu stärken und gemeinsame Herausforderungen im Stahl- und Aluminiumsektor anzugehen«.

Präsident Bidens Nationaler Sicherheitsberater, Jake Sullivan, stellte fest, mit der Einigung sei eines der größten Streitthemen im Verhältnis der transatlantischen Partner ausgeräumt. Groß dürfte auch die Erleichterung bei den europäischen Harley-Händlern sein. Der Händlerverband hatte in einem Brandbrief an die EU-Kommission erst kürzlich vor dem Verlust von bis zu 5000 Arbeitsplätzen gewarnt.

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