Laia Sanz startet bei Rally Dakar 2021

Trotz schwieriger Vorbereitung

Laia Sanz startet bei der Rally Dakar

Die katalanische Motorsportlerin Laia Sanz startet für GasGas bei der Rally Dakar. Bedingt durch Verletzung und Krankheit war die Vorbereitung auf das Event diesmal besonders schwierig, doch nun fühlt sich Laia bereit für das große Abenteuer.

Bereist 10 Mal hat Laia Sanz die Damenwertung der Rally Dakar gewonnen. Noch bemerkenswerter ist jedoch, dass sie bereits siebenmal unter den Top 20 der Gesamtwertung war, 2015 belegte sie sogar den neunten Rang. Mit diesem Potenzial tritt die 35-Jährige im Januar zum 11. Mal bei der legendären Wüstenrallye an.

Und die Chancen stehen nicht schlecht für eine weitere Top-Platzierung. Sanz startet im neu formierten Team GasGas Factory Racing. Mit dem Dakar Vetaranen Jordi Viladoms hat sie einen überaus erfahrenen Teammanager, und ihre bereits bei der 2020er Dakar erprobte GasGas RC 450F darf dank Mattighofener Technik als siegfähig eingestuft werden.

Der Weg zu ihrer 11. Dakar-Teilnahme war für Laia allerdings besonders schwer. Im vergangenen Sommer erkrankte sie an Borreliose, was sie in ihrem Training zurückwarf. Dank intensiver Unterstützung ihres Teams, ihrer Freunde und Sponsoren glaubt Laia, dass sie jetzt bereit ist, die härteste Marathon-Rallye der Welt in Angriff zu nehmen.

Bei der 43. Ausgabe des Rennens wird der Schwerpunkt verstärkt auf die Navigation und die Fähigkeiten der Fahrer gelegt, langsameres, technisches Terrain zu bewältigen, was für die Trial-erprobte Laia eine gute Nachricht ist. Durch die Reduzierung der Durchschnittsgeschwindigkeiten und ihre Fähigkeit, sowohl unter Druck gut zu navigieren als auch lange Etappen mit einem Minimum an Fehlern zu absolvieren, ist Laia optimistisch, was die diesjährige Route angeht.

Laia Sanz: »Es war ein wirklich hartes Jahr für mich, deshalb bedeutet es mir sehr viel, dass ich bei der Dakar 2021 antreten kann. Auf der zweiten Etappe der Dakar 2020 verletzte ich mich an der Hand. Obwohl ich weiterfuhr und die Veranstaltung beendete, stellte sich die Verletzung als schlimmer heraus, als wir dachten. Zu Beginn des Jahres hat es eine Weile gedauert, mich davon zu erholen. Als ich endlich wieder aufs Motorrad steigen konnte, begann ich mich krank zu fühlen. Schließlich wurde bei mir Lyme-Borreliose diagnostiziert, die mir sehr zu schaffen machte. Zum Glück konnte ich mit der richtigen Behandlung wieder mit dem Training beginnen. Ich weiß, dass ich nicht hundertprozentig fit bin, und wir werden sehen, wie ich mich fühle, wenn die Rallye im Januar beginnt.«

Foto: Sebas Romero

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