Preview Rally Dakar 2021

Safety first

Neue Details zur Dakar 2021 enthüllt

Die A.S.O. hat weitere Details zur Dakar 2021 bekanntgegeben. 12 Etappen und ein Prolog sind im Rahmen der knapp zweiwöchigen Rallye zu bewältigen. Änderungen am Reglement sollen das Tempo in der Motorradklasse reduzieren. In der besonders herausfordernde Klasse »Original« starten die Fahrer ohne Teamunterstützung.

Vom 3. bis 15. Januar findet die 43. Ausgabe der Dakar statt. Der Rechteinhaber und Promoter A.S.O. hält am umstrittenen Austragungsort Saudi-Arabien fest. Die sportlichen Herausforderungen in der einmaligen Wüstenlandschaft und wohl nicht zuletzt die finanziellen Möglichkeiten des Ölstaates dürften schwerer gewogen haben als Bedenken bezüglich der Menschenrechtssituation in dem autoritär regierten Land sowie der Terrorfinanzierung durch saudische Akteure.

12 Etappen, eine Marathonetappe

Start und Ziel der 43. Dakar wird wieder in Dschidda sein. Die Gesamtstrecke beträgt 7646 Kilometer, 4767 Kilometer davon sind Wertungsprüfung. Der Ruhetag ist für den 9. Januar in Ha'il angesetzt. Unmittelbar auf den Ruhetag folgt die Marathonetappe mit einer Länge von 737 Kilometern, 471 davon gezeitet.

Zwei der 12 Etappen werden als Rundkurs gefahren, eine in der südlichen Wüstenregion um Wadi ad-Dawasir, eine weitere um Neom am Roten Meer.

Mehr Technik, weniger Speed

Nicht zuletzt aufgrund des tödlichen Unfalls von Paulo Goncalves bei der letztjährigen Dakar, hat sich die A.S.O. bemüht, weiter Geschwindigkeit aus dem Wettbewerb zu nehmen. In den Wertungsprüfungen sollen diesmal stärker die Fahrtechnik sowie die Navigationsfähigkeiten auf ein gutes Abschneiden der Teilnehmer einzahlen als schiere Geschwindigkeit. Allerdings kennt man diese Ankündigung bereits von zahlreichen vorangegangen Austragungen.

Zumindest soll die Begrenzung auf sechs Hinterreifen für die gesamte Rallye die Fahrer zu einem zurückhaltenderen Fahrstil zwingen. Auch die Zahl der Kolbenwechsel ist limitiert. Zusätzliche »Entschleunigung« verspricht man sich vom Verbot mechanischer Arbeiten am Fahrzeug während des Tankens.

Die Roadbooks werden erst zwanzig Minuten vor dem jeweiligen Etappenstart ausgegeben, so dass die Fahrer Vollgasetappen nicht bereits im Vorfeld identifizieren können, weil sie jederzeit mit einem unerwarteten Abzweig rechnen müssen. Und last but not least werden erstmals Airbag-Jacken vorgeschrieben sein.

Auf jeden Fall verspricht das Management einen größeren Anteil an Dünenpassagen und viele technisch anspruchsvolle Tracks. Insgesamt drei Wochen waren die Scouting-Teams im Gelände unterwegs, um die genaue Route festzulegen.

Starke Konkurrenz für Brabec

Bei der Rally Dakar 2021 treten 108 Motorradfahrer an. Mit der Nummer 1 geht Vorjahressieger Ricky Brabec vom Honda-Werksteam HRC an den Start. KTM schickt mit Sam Sunderland und Toby Price zwei Hochkaräter ins Rennen, um dem Amerikaner die Krone wieder zu entreißen. Starke Konkurrenz hat Brabec auch seitens Husqvarna zu erwarten, die neben dem Youngster Luciano Benavides den Vorjahreszweiten Pablo Quintanilla gemeldet haben. Yamaha, bei den letzten Dakars stets glücklos, bietet mit Franco Caimi, Andrew Short, Ross Branch und Adrien van Beveren gleich vier Toppiloten auf.

Und auch in der »zweiten Reihe« finden sich auf der Starterliste starke Namen: Skyler Howes und Stefan Svitko starten für werksnahe KTM-Teams. Xavier de Soultrait tritt gemeinsam mit dem zigfachen Enduro-Weltmeister David Knight, der heuer sein Dakar-Debut gibt, in einem Husqvarna-Team an.

Einziger Deutscher Teilnehmer wird Bastian Bühler sein, der vergangenes Jahr seinen Einstand bei der Dakar gab. Bühler startet wieder für das indisch-bayerische Team Hero Motorsports.

»Malle-Motos«: Harte Jungs ohne Teamunterstützung

34 Motorrad- und Quadfahrer haben sich für die Klasse »Original« angemeldet. Früher unter der Bezeichnung »Malle-Motos« bekannt, starten in dieser Kategorie die »Selbstversorger«, die die Dakar ganz ohne Teamunterstützung bewältigen wollen. Wieder mit dabei bei den Originalen ist der Rumäne Emanuel Gyenes, der die Klasse bereits dreimal gewonnen hat. Nicht unterschätzen sollte Gyenes einen echten Senior. Franco Picco ist zwar schon 65 Jahre alt, kann aber auf die Erfahrung von neun Dakar-Teilnahmen zurückgreifen. Dreimal stand der ehemalige Yamaha-Werksfahrer bei der Afrika-Dakar (1985, 1988, 1989) auf dem Podium.

Auch ein einheimischer Fahrer, der Saudi Mishal Alghuneim, sowie der Inder Ashish Raorane treten bei den harten Jungs an. Willy Jobard will sein Glück auf einem wasserstoffbetriebenen Hybrid-Motorrad versuchen.

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