Aprilia Tuareg 660

Serienstart steht bevor

Preview: Aprilia Tuareg 660

Die bereits 2019 angekündigte Aprilia Tuareg 660 geht in den kommenden Wochen in Serie. Mit kräftigem Motor, geringem Gewicht und offroadtauglichem Chassis könnte die 660er ein besonders sportliches Angebot in der Reiseenduro-Mittelklasse werden.

Mit dem 660er Paralleltwin hat Aprilia eine neue Motorenplattform geschaffen, von der klar war, dass sie nicht den sportlichen Straßenmaschinen Tuono und RS vorbehalten bleiben wird. Das kraftvolle Aggregat findet nun auch Verwendung in der bereits vor zwei Jahren im Rahmen der EICMA angekündigten Reiseenduro Tuareg.

Für den neuen Einsatzzweck musste sich der Twin einige Überarbeitungen gefallen lassen. Mehr Druck im unteren und mittleren Drehzahlbereich lautete die Vorgabe. Der sportliche Charakter des Reihenzweizylinder soll laut Aprilia jedoch erhalten bleiben.

Der Parallel-Twin liefert eine Spitzenleistung von 80 PS und ein maximales Drehmoment von 70 Newtonmetern. Eine modifizierte Ölwanne erlaubt eine Bodenfreiheit von 240 Millimetern, wobei die Sitzhöhe mit 860 Millimetern moderat ausfällt.

Das Chassis, bei dessen Konstruktion eine Zentralisierung der Massen im Fokus stand, nimmt den Motor als mittragendes Element auf. Der Hauptrahmen ist aus Stahl gefertigt, Hilfskonstruktionen bestehen aus Leichtmetall. In Verbindung mit der Fahrwerksgeometrie, gut 1500 Millimeter Radstand sind schon bekannt, und einem Trockengewicht von 187 Kilogramm verspricht Aprilia ein agiles Handling für die Tuareg 660.

Eine USD-Gabel sowie ein über Hebel angelenktes Zentralfederbein bieten jeweils 240 Millimeter Federweg, Werte die sich mit den grob besohlbaren Drahtspeicherädern in 21/18-Zoll Größe zu einer soliden Geländetauglichkeit ergänzen dürften.

Die Aprilia Tuareg 660 wird ein umfangreiches Elektronikpaket erhalten. Vier Fahrmodi, von denen zwei anpassbar sind (einer davon speziell für das Fahren im Gelände) helfen, die Motorcharakteristik dem Einsatzzweck und dem Fahrkönnen des Piloten anzupassen. Das Offroad-ABS kann für den Geländeeinsatz am Hinterrad deaktiviert werden. Alle Assistenzfunktionen wie Traktionskontrolle, Tempomat, Riding Mode und Schleppmomentregelung können über das 5-Zoll-TFT überwacht und gesteuert werden.

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