Yamaha R7, Modell 2026

Techniktransfer von der R1

Yamaha R7, Modell 2026

Durch die Integration zentraler Elektronik- und Fahrwerkskomponenten der R1 hebt Yamaha den Mittelklasse-Supersportler R7 auf ein neues Niveau.

IMU aus der R1 als Basis der Assistenzsysteme

Kernstück der Überarbeitung ist die Integration einer sechsachsigen Inertialmesseinheit (IMU), wie sie bislang nur in Yamahas Spitzenmodellen zum Einsatz kam. In Verbindung mit einer neuen Elektronikarchitektur ermöglicht sie die Einführung zahlreicher Fahrerassistenzsysteme, darunter schräglagenabhängige Traktionskontrolle, Slide- und Wheelie-Kontrolle sowie eine regelbare Motorbrems- und Bremsdrucksteuerung. Ergänzt wird das System durch eine Launch Control und das abschaltbare Hinterrad-ABS für den Einsatz auf der Rennstrecke. Drei Fahrmodi und individuell konfigurierbare Fahrhilfen erlauben eine Anpassung an unterschiedliche Streckenbedingungen und Fahrstile.

E-Gas mit Yamaha Chip Controlled Throttle (Y-CCT)

Die motorische Basis bleibt unverändert: Der bekannte, flüssigkeitsgekühlte Zweizylinder mit 689 Kubikzentimetern Hubraum (CP2) arbeitet nun mit Yamahas Chip Controlled Throttle (Y-CCT). Diese elektronische Gassteuerung soll für eine linearere Leistungsentfaltung und feinere Dosierbarkeit sorgen. Gekoppelt ist sie mit der Yamaha Ride Control (YRC), die über das neue 5-Zoll-TFT-Display oder per Smartphone-App konfiguriert werden kann. Neben drei werkseitigen Modi (Sport, Street, Rain) lassen sich zwei individuelle Fahrprofile anlegen.

Im Bereich der Kraftübertragung sind geänderte Übersetzungen und ein Quickshifter der dritten Generation, der nun sowohl kupplungsloses Hoch- als auch Herunterschalten ermöglicht, zu erwähnen.

Yamaha R7, Modell 2026
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Yamaha R7, Modell 2026

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Fahrwerksmodifikationen für verbessertes Handling

Auch das Chassis wurde überarbeitet. Der Rahmen wurde in Torsions-, Längs- und Quersteifigkeit neu abgestimmt, ohne an Gewicht zuzulegen. Die 41-Millimeter-Upside-Down-Gabel erhält ein leichteres Innenleben und bleibt voll einstellbar. Neu gefertigte SpinForged-Leichtmetallräder reduzieren die rotierenden Massen und sollen das Einlenkverhalten verbessern.

Ergonomisch fällt die neue R7 zugänglicher aus: Der Lenker sitzt etwas höher, der Tank wurde neu geformt und die Sitzhöhe um fünf Millimeter reduziert. Fußrasten im Stil der R1 sollen dem Fahrer mehr Halt in Schräglage bieten.

Umfangreiche Konnektivitäts- und Datenaustauschfunktionen

Das überarbeitete Cockpit mit farbigem TFT-Display bietet Smartphone-Konnektivität, Navigation und Datenaufzeichnung. Über die MyRide-App können Fahrmodi und Fahrdaten verwaltet werden, während die neue Y-TRAC-Rev-App Rundenzeiten und Fahrdynamikdaten aufzeichnet – bis hin zu Schräglagenwinkel und Drosselklappenstellung.

Weiß-rotes Jubiläumsdekor

Optisch orientiert sich die 2026er R7 stärker an den großen R-Modellen. Eine schmalere Frontverkleidung, integrierte Blinker in den Rückspiegeln und eine neue Scheinwerferlinse verbessern Aerodynamik und Luftführung. Zum 70-jährigen Firmenjubiläum wird Yamaha neben den bekannten Farben »Icon Performance« und »Midnight Black« auch eine weiß-rote Sonderlackierung in Anlehnung an historische Rennmaschinen anbieten.

Die neue Yamaha R7 soll im April 2026 zu den Händlern kommen. Preise will Yamaha in den kommenden Wochen bekanntgeben.

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