IMU aus der R1 als Basis der Assistenzsysteme
Kernstück der Überarbeitung ist die Integration einer sechsachsigen Inertialmesseinheit (IMU), wie sie bislang nur in Yamahas Spitzenmodellen zum Einsatz kam. In Verbindung mit einer neuen Elektronikarchitektur ermöglicht sie die Einführung zahlreicher Fahrerassistenzsysteme, darunter schräglagenabhängige Traktionskontrolle, Slide- und Wheelie-Kontrolle sowie eine regelbare Motorbrems- und Bremsdrucksteuerung. Ergänzt wird das System durch eine Launch Control und das abschaltbare Hinterrad-ABS für den Einsatz auf der Rennstrecke. Drei Fahrmodi und individuell konfigurierbare Fahrhilfen erlauben eine Anpassung an unterschiedliche Streckenbedingungen und Fahrstile.
E-Gas mit Yamaha Chip Controlled Throttle (Y-CCT)
Die motorische Basis bleibt unverändert: Der bekannte, flüssigkeitsgekühlte Zweizylinder mit 689 Kubikzentimetern Hubraum (CP2) arbeitet nun mit Yamahas Chip Controlled Throttle (Y-CCT). Diese elektronische Gassteuerung soll für eine linearere Leistungsentfaltung und feinere Dosierbarkeit sorgen. Gekoppelt ist sie mit der Yamaha Ride Control (YRC), die über das neue 5-Zoll-TFT-Display oder per Smartphone-App konfiguriert werden kann. Neben drei werkseitigen Modi (Sport, Street, Rain) lassen sich zwei individuelle Fahrprofile anlegen.
Im Bereich der Kraftübertragung sind geänderte Übersetzungen und ein Quickshifter der dritten Generation, der nun sowohl kupplungsloses Hoch- als auch Herunterschalten ermöglicht, zu erwähnen.