Zero wirbt mit Batterie-Recycling

Partnerschaft mit Reneos

Zero wirbt mit Batterie-Recycling

Der amerikanische Hersteller Zero Motorcycles hat angekündigt, sich gemeinsam mit Reneos SCE und GRS Batterien Service GmbH für die Sammlung und das Recycling der Lithium-Ionen-Batterien seiner Elektromotorräder einzusetzen.

Im Zuge des Ausbaus der Elektromobilität kommen immer mehr Lithiumbatterien in den Umlauf. Dies erfordert den Aufbau internationaler Rücknahme- und Recyclinglösungen oder von Second Life Konzepten. Vor diesem Hintergrund haben sich Rücknahmesysteme aus zahlreichen europäischen Staaten zum Netzwerk Reneos zusammengeschlossen, das die Sammlung, den Transport, die Lagerung, die Demontage bis hin zur Second Life Verwendung oder zum Recycling gewährleisten soll.

Fahrzeughersteller wie aktuell Zero beauftragen Reneos, um ihrer Produktverantwortung gerecht zu werden. Reneos weist lokale Partner an, die Batterien einzusammeln und sie dem vereinbarten Zweck zuzuführen. Der Prozess soll für alle Beteiligten absolut transparent sein.

Das zweite Leben eines Akkus

Doch was passiert eigentlich mit den ausgedienten Akkus von Elektrofahrzeugen? Der Begriff Recycling ist in Bezug auf Lithium-Ionen-Akkus etwas irreführend. Bislang geht es eher darum, die verbrauchten Batterien einer zweiten Nutzung zuzuführen. Nach rund 1500 bis 2500 Ladezyklen haben die Stromspeicher nur noch 70 bis 80 Prozent ihrer ursprünglichen Kapazität. Damit sind sie zu schwach für eine weitere Verwendung in Elektrofahrzeugen. Für den Einsatz als stationärer Speicher reicht ihr Energiegehalt jedoch noch aus. Als Puffer in der regenerativen Stromerzeugung, wo sie weniger beansprucht werden, können die Alt-Akkus daher noch gut und gerne 10 Jahre ihren Dienst tun. BMW macht dies im Werk Leipzig vor, wo man selbst erzeugten Strom in mehreren hundert zusammengeschalteten ausgedienten E-Auto-Akkus speichert.

Recycling noch in den Kinderschuhen

Ein echtes Recycling von Lithium-Ionen-Akkus ist derzeit allerdings noch weit von einem großtechnischen Maßstab entfernt. Das liegt einerseits am noch zu geringen Aufkommen dieses Batterietyps. Andererseits schaffen die gesetzlichen Rahmenbedingungen auch keinerlei Anreiz zu einer Wiederverwertung. So fordert das deutsche Batteriegesetz von 2009 lediglich die Wiederverwertung eines Anteil von 50 Gewichtsprozent, was sich leicht durch die Entfernung des schweren Gehäuses erreichen lässt. Erst ab 90 Prozent Wiederverwertungsquote sprechen Experten von Recycling.

Allerdings werden die Knappheit und der hohe Preis von Graphit, Lithium, Mangan, Nickel und Kobalt künftig eine Kreislaufwirtschaft unumgänglich machen. Deshalb wird in zahlreichen Versuchsanlagen erforscht, wie sich die Energiespeicher umweltfreundlich zerlegen und sich die wertvollen Bestandteile für die Wiederverwertung extrahieren lassen.

Bis die Prozesse Serienreife erlangt haben, ist der Kreislauf allerdings noch offen und auf das zweite Leben folgt meist die Entsorgung.

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