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Ganz schön verhext
Frühlingstouren - Harz

Ganz schön verhext

Länge: 263 km
Dauer: 1-2 Tage

Terrain

Standard Road

Länder

Deutschland

Regionen

Harz , Niedersachsen , Thüringen , Sachsen-Anhalt

Am besten kommt man natürlich zur Walpurgisnacht her. Zum Tanz in den Mai, wenn hier die Hexen los sind. In Thale haben sie sogar ihren eigenen Tanzplatz, von dem aus sie auf den Blocksberg, den Brocken, fliegen, aber auch in den anderen Orten sind die Hexen allgegenwärtig. Doch keine Angst, es muss nicht die Walpurgisnacht sein – auch an anderen Tagen lädt der Harz mit Schräglagen in üppiger Natur zur ersten Runde des Jahres. Mächtig schräg beginnen wir schon am Kyffhäuser, der ehemaligen Berg­rennstrecke und Mekka der Biker, bevor mit Stolberg schon eines der schönsten Dörfer des Harz durchquert wird. Wenig weiter finden Möchtegern-Cowboys bei Hasselfelde die Westernstadt Pullman City, dann mäandert die Straße durch Sorge und weiter nach Elend. Bitte nicht wörtlich nehmen, die Namen passen nun wirklich nicht zum Gebotenen. In Drei Annen Hohne wird direkt neben dem Gleisbett der Brockenbahn zünftig Erbsensuppe aus der Kanone serviert. Vielleicht danach mit der qualmenden Schmalspurbahn hinauf auf den höchsten Berg des Harz? Zu DDR-Zeiten noch ein Ding der Unmöglichkeit, aber seit 1989 darf man den Brocken mit der gigantischen Fernsicht wieder zu Fuß oder per Dampflok erklimmen. Wenig weiter wird mit Wernigerode wieder ein Fachwerkidyll durchstreift, dann hinter Blankenburg in Serpentinen hinauf zur Mauer der Rappbodetalsperre. Das anschließende Bodetal, wo ein schmales Sträßchen den Fluss begleitet, ist einer der schönsten Flecken im Harz, danach ist das UNESCO-Erbe Quedlinburg ein Muss. Ein weiter Schwung durch den Osten des Unterharz, dann befinden wir uns wieder auf der Einflugschneise zum Kyffhäuser – und den sollte man ruhig zweimal befahren.

Highlights

Charakter: Mächtig kurvig geht es durch den Harz. Warm anziehen: In der Nähe des Brocken kann es noch ziemlich kühl sein.
Anreise: Die A 38 führt zu Kyffhäuser und in den Süden des Harz. Die westlich verlaufende A 7 bietet ebenfalls Einstiegsmöglichkeiten.
Übernachten: Sieben TF-Partnerhäuser liegen in Braunlage, Bad Lauterberg, Uftrungen und Gernrode nahe bzw. an der Route. Die komplette Liste erhält man im Hotel-Special oder unter www.tourenfahrer-hotels.de.
Lohnt den Stopp: Kyffhäuserdenkmal, Ortskerne von Stolberg, Wernigerode und Quedlinburg, Brockenbahn, Rübeländer Tropfsteinhöhlen.

Aus dem Heft:
Tourenfahrer 3/2013

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