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Jadranska Magistrala
Küstenstraßen

Jadranska Magistrala

Länge: 600 km
Dauer: 1 Woche

Terrain

Standard Road

Länder

Kroatien

Ein Muss für alle Seh-Fahrer – eine der schönsten Küsten der Welt

Wer hier die Badehose nicht im Gepäck hat, ist selbst schuld. Schließlich führt die Jadranska Magistrala entlang einer der schönsten Küsten überhaupt – und das über rund 600 Kilometer. Oder sogar über tausend, falls man die ursprüngliche Route durch das gesamte ehemalige Jugoslawien wählt. Aber wir wollen Slowenien und Montenegro mal außer Acht lassen, sparen uns auch die – durchaus reizvolle – Umrundung der Halbinsel Istrien, wo die Mgistrala kaum mehr zu erkennen ist, und starten in Rijeka, das sich im Kern eine große Portion des alten k. u. k. -Charmes bewahrt hat. Dicht am Rand des Velebit-Gebirges quetscht sich die Magistrala an der Küste entlang, und schon ab der imposanten Brücke hinüber zur Insel Krk hat man nicht mehr das offene Meer vor Augen, sondern einen schmalen Streifen Blau, hinter dem sich eine Insel nach der anderen erhebt. 1244 Stück sind es in Kroatien, und sie werden uns bis zum Ende der Route begleiten. Jede hat ein anderes Gesicht, und diese ständig wechselnden Ansichten sind es, welche die Magistrala einzigartig auf der Welt machen. Dabei sind die Straße selbst und die Festlandküste ja eigentlich schon spektakulär genug. Und natürlich all die hübschen Fischerorte, die sich wie an einer Perlenkette aufreihen. Oder Städte wie Zadar und Split, wo man unbedingt einen Stopp einlegen sollte. Den Klängen der Meeresorgel in Zadar lauschen und durchs pulsierende Split bummeln, das in seinem Innern ein steingewordenes Geschichtsbuch, eine atemberaubende Mischung aus römischem und venezianischem Einfluss darstellt. Und bloß nicht von den Vororten abschrecken lassen, wo die sozialistische Tristesse der Tito-Ära noch nicht übertüncht ist. Und hinter Split bitte nicht mehr von all den hübschen Anblicken ablenken lassen. Denn fahrerisch geht es jetzt ans Eingemachte, wird extrem kurvig, und die Überholmanöver der Einheimischen offenbaren eindeutige Suizidabsichten. Wenn jetzt noch Regen dazukommt – bei dem die gesamte Magistrala zur schmierseifenartigen Rutschbahn wird –, tut man gut daran, erst einmal nicht weiterzufahren. Aber Dubrovnik muss einfach noch sein. Das Ziel unserer Route ist ja nicht umsonst UNESCO-Weltkulturerbe – es ist ein Märchen aus Stein.

Lage: östliche Adria
Küste: Mittelmeer
Reisezeit: Frühling bis Herbst

 

Aus dem Heft:
Tourenfahrer 8/2012

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