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Wir wollen doch mal Seen
Über alle Berge - Tour 7

Wir wollen doch mal Seen

Länge: 330 km
Dauer: 7,5 Stunden

Terrain

Standard Road

Länder

Italien

Regionen

Alpen

Den ein oder anderen wird es vielleicht direkt an die Ufer des Gardasees ziehen, wenn in Rovereto die Autobahn verlassen wird. Ist ja nicht mehr weit bis zu Italiens größtem und vielleicht auch schönstem See, aber wir wollen uns erstmal in die Höhe schrauben, bevor wir das blaue Wunder ansteuern. Schließlich wird der See im Westen vom Monte Baldo flankiert, und wenn sich ein Höhenzug schon über 30 Kilometer erstreckt, darf man kurvigen Fahrspaß vom Feinsten und grandiose Ausblicke erwarten. Bis Caprino Veronese schnuppern wir Höhenluft, dann nehmen wir den engen und steilen Abstieg ans Ostufer des Sees unter die Räder. In Brenzone ist die Uferstraße erreicht, aber besser nicht gleich hier die nächste Gelateria stürmen, schließlich lockt wenig weiter mit Malcesine eine der »Perlen des Gardasees« zur Pause. Aber es gibt viele Perlen hier, wer lieber in Torbole, dem Surfermekka, oder im mondänen Riva den Motor abstellt, macht auch nichts verkehrt, das ist sicher. Die Gardesana Occidentale, die westliche Uferstraße, gehört zu Europas Traumstraßen, auch das ist sicher. Trotzdem sollte man sich nicht die furiose Schleife über Tremosine entgehen lassen, wo man automatisch den Kopf einzieht, wenn die geteerte Achterbahn sich durch die Felsen quetscht. Zurück am Seeufer flanieren wir noch bis Gargnano und nehmen dort die Korkenzieher-Auffahrt ins Val Vestino in Angriff. Wie ein Fjord fingert der gleichnamige Stausee in die Bergwelt, dessen Uferstraße schwindelig macht, und wenig später steht mit dem Lago d‘Idro noch einmal ein Juwel unter den Bergseen an. An seinem Westufer lassen wir uns weitertreiben, nehmen dann kurz hinter dem See den Abzweig nach Bagolino. Und werden von einer verwunschen scheinenden Landschaft aus Wäldern und Almwiesen in Empfang genommen, durch die ein schmales Sträßchen zum knapp 1900 Meter hohen Passo di Croce Domini mäandert. Schmal und kurvig ist auch der Abstieg ins Val Camonica, dessen kleine, kaum befahrenen Straßen uns zum wenig bekannten Passo del Vivione führen, der fahrerisch wie landschaftlich noch einmal ein Glanzlicht darstellt, bevor wir unsere Tour in Edolo beenden.

Highlights

Monte Baldo, Ortskerne von Malcesine und Riva, westliche Gardasee-Uferstraße Gardesana Occidentale, Tremosine, Lago di Val Vestino, Lago d‘Idro, Passo di Croce Domini, Passo del Vivione

Aus dem Heft:
Tourenfahrer 8/2013

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