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Hoch oben
Großglockner-Runde

Hoch oben

Länge: 500 km
Dauer: 2 Tage

Terrain

Standard Road

Länder

Österreich

Regionen

Alpen

Eine Fahrt über die Großglockner Hochalpenstraße und rund um das Großglockner-Massiv gehört zum Schönsten, was Österreich zu bieten hat.

Wenn Sie uns fragen: Beginnen Sie diese Tour am höchsten erreichbaren Punkt, der Edelweißspitze (2571 Meter). Und zwar morgens um sechs Uhr. Atmen Sie die Kraft des Hochgebirges ein, wenn Sie noch vor dem Frühstück in der Edelweißhütte das Panorama und den Blick auf Österreichs höchsten Berg, den 3798 Meter hohen Großglockner genießen. Und dann starten Sie. Die gestern Abend bei der Anfahrt gelöste Mautkarte ist auch heute noch gültig, und jetzt haben Sie den Berg und seine Straße bis gegen zehn Uhr (fast) für sich allein. Schöner geht’s nimmer, versprochen.

Wenn Sie also alles gemütlich abgefahren, vielleicht sogar den Gamsgrubenweg an der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe bezwungen und sich über die vielen motorradfreundlichen Angebote dieser Mautstraße gefreut haben, startet die Rundtour. Heiligenblut, das obere Mölltal, der Iselsberg mit seinem markanten Blick auf die zackigen Lienzer Dolomiten – ein Ort schöner als der andere. In Lienz dann vielleicht ein Bad im Tristacher See, danach ein eindrucksvoller Abstecher über den Gailbergsattel rund um die Lienzer Dolomiten mit dem Höhepunkt Lesachtal. Wo sonst findet man schon solch eine überwältigende Kombination aus Landschaft und Straßenführung? Zurück nach Lienz über die bei Abfaltersbach abzweigende Pustertaler Höhenstraße – ein atemberaubendes Hochsträßchen mit zauberhaften Ausblicken im Dutzend. Herunter kommt man erst wieder in Leisach, kurz vor der Osttiroler »Hauptstadt«. In Huben folgt der nächste Abstecher, über Kals rücken wir dem Großglockner von Süden her auf die Pelle. Erst oben am Luckner-Haus, dem Ende der Kalser Glocknerstraße, zeigt sich König Glockner, den man aus dieser Perspektive kaum wiedererkennt.

Kurz darauf lockt mit dem Virgental noch eine Stichstraße: Lohnend sind die Umbalfälle (ja, zu Fuß!) und die kurze Auffahrt zum Groderwirt, wo der Blick auf den vergletscherten, 3662 Meter hohen Großvenediger fällt, Österreichs vierthöchsten Berg. Jenseits des Felbertauerntunnels dann zum eindrucksvollen Hintersee unter mächtigen Steilabstürzen. Ab Mittersill folgen wir der Salzach Richtung Zell am See, doch bis dorthin biegen wir noch zweimal ab. Im hintersten Stubachtal herrscht Hochspannung im wahrsten Wortsinne genauso wie im Kapruner Tal. Dort erzeugen Wasserkraftwerke relativ umweltfreundlich große Mengen an Strom. Nach Umrundung des Zeller Sees mit seinen schönen Badeplätzen bei Thumersbach haben Sie 465 Kilometer hinter sich gebracht. Noch nicht genug? Wer an der Großglockner-Kasse ein Vorzugs-Tourenticket zum Sonderpreis erworben hat, kann ja noch mal – und zwar kostenlos.

 

Highlights

Charakter: Sehr anspruchsvolle Alpentour; teils auf eher schmalen Straßen
Reisezeit: Anfang Mai bis Ende Oktober. Befahrbarkeit der Großglockner Hochalpenstraße vorher sicherstellen
Übernachten: Am allerschönsten am »Bikers Point« Großglockner auf der Edelweißspitze. Ansonsten zahlreiche Betriebe, die Motorradfahrer gerne zu Gast haben
Nicht versäumen: Eine Nacht am Großglockner (gelöste Karte gilt auch noch am nächsten Tag), »Bikers Point« auf der Edelweißspitze, »Nationalpark Welten« in Mittersill, Ausblick am Zeller See
Karte: MayrDumont-Generalkarte »Österreich« extra, Blatt 4
Infos / Hotelbuchungen:
www.austria.info
www.tourenfahrer-hotels.de
www.grossglockner.at

Aus dem Heft:
Tourenfahrer 7/2009

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