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Im grünen Herzen
Umbrien

Im grünen Herzen

Länge: 360 km
Dauer: 3-4 Tage

Terrain

Standard Road

Länder

Italien

Regionen

Umbrien

Falls Sie das Italien der Träume in der Toskana nicht entdecken können – in Umbrien, dem grünen Herz Italiens, finden sie es garantiert.

Hier ist es, das Italien der Sehnsüchte. Grüne Hügel, mittelalterliche Städte mit hoher Lebensqualität und am Rand sogar eine Hochebene, die nicht mehr nach Europa aussieht. Das grüne Herz Italiens – die schönste Mischung aus Kurven und Kultur.

Hier also ist es, das Italien, nach dem die ganze Welt sich sehnt. Grüne Hügel, gewellte Äcker in allen Brauntönen, stilsicher aufgereihte Zypressen und pinienbeschattete Villen in irdene  Farben. Die mittelalterlichen Städte zelebrieren heiteren Alltag statt musealen Charakter, die Speisekarten versprechen intensivste Gaumenfreuden – eine Region atmet Lebensqualität.

Wo anfangen in Umbrien, dem bescheidenen Landstrich, der längst nicht so viel Aufhebens um seine Schönheit macht wie sein toskanischer Nachbar? Warum nicht in Perúgia, der Hauptstadt, die so untypisch für Italien gar nicht chaotisch wirkt. Leicht, von hier aufzubrechen, macht es einem das zauberhafte Perúgia allerdings nicht, und daran ist nicht nur die Fontana Maggiore, »Italiens schönster Brunnen«, schuld. Hat man den Absprung geschafft, umgibt einen schon bald die Sommerfrische des Trasimenischen Sees, und man atmet besser noch mal tief durch, denn ab jetzt wird’s rasant. Die SS 71 ist eine Achterbahn, die jeden noch so kleinen Hügel umkurvt, und grün  Hügel gibt es viele in Umbrien. Dann thront plötzlich Orvieto spektakulär hoch oben auf seinem Tuffplateau, und aus dem Dächermeer ragt weithin sichtbar der Dom Santa Maria. Orvieto, die Stadt am Abgrund – ein Ort, an dem man nicht vorüberfahren kann.

Ab jetzt bitte öfters in die Spiegel schauen, denn was von hinten kommt, ist schnell. Sehr schnell sogar: Die kurvige Straße nach Todi ist Rennstrecke. Keine offizielle natürlich, aber die einheimischen Motorradfahrer sehen das halt nicht so eng. Todi, Spoleto – längst hat man sich dran gewöhnt, dass oben auf den Hügeln berauschend schöne Städtchen aufs grün gewellte Land hinabsehen, dann zeigt Umbrien auf einmal sein zweites Gesicht. Aus den Hügeln werden ausgewachsene Berge, und das schöne Nórcia duckt sich ins Tal, statt obenauf zu thronen. Nórcia, das Zentrum der Fleischeslust – die überall aufgehängten Würste und Schinken sind so berühmt, dass Metzgerei auf Italienisch »norcineria« heißt. Mitnehmen und oben auf dem Piano Grande verzehren. Wenn der Morgennebel sich lichtet, ist der Anblick des Hochplateaus so überwältigend, dass man meint, Europa verlassen zu haben. Unglaublich kurvig geht es weiter durch Berge und weltentrückte Dörfer, bis Assisi erreicht ist. Umbrien im Konzentrat: Tiefe Religiosität atmen die mittelalterlichen Mauern der Pilgerstadt, heiter geht es auf der Piazza zu. Und drumherum betörende Ausblicke in eine traumhafte Landschaft.

Mindestens drei Tage sollte man sich Zeit nehmen, um nebenbei auch das Flair der mittelalterlichen Städte zu genießen.

Highlights

Charakter: Sehr kurvige Tour durch hügelige Landschaft, im Osten teilweise auch durchs Hochgebirge.
Reisezeit: Spätes Frühjahr und früher Herbst sind ideal, im Sommer ist es sehr heiß.
Übernachten: Jede einzelne Stadt auf der Route ist eine Übernachtung wert. Am besten Hotel in der Altstadt suchen. Noch spannender: mal in einem Kloster übernachten.
Nicht versäumen: Oberstadt von Perúgia, Dom Santa Maria in Orvieto, Altstadt von Todi, Pilgerstadt Assisi, Hochebene Piano Grande bei Nórcia
Karte: Kümmerly + Frey Blatt 9 »Umbrien / Marken«
Infos / Hotelbuchungen:


www.umbria-turismo.it


www.enit.it


www.itwg.com

Aus dem Heft:
Tourenfahrer 8/2008

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