Identitätsdiebstahl an der Ladesäule

E-Fahrer aufgepasst

Identitätsklau an der Ladesäule

Wegen veralteter Sicherheitsstandards soll es mit einfachen Mitteln möglich sein, die Identität einer privaten Ladekarte zu kapern, um an der Ladesäule auf Kosten anderer Strom zu tanken.

Für Fahrer von Elektrofahrzeugen besteht das Risiko, dass Hacker die ID ihrer Ladekarte erbeuten. Das berichtet das Magazin Auto Motor und Sport. Für den Identitätsdiebstahl werde lediglich ein Smartphone mit einer geeigneten App benötigt, welches in die Nähe der Tankkarte gebracht werden muss.

Einfallstor ist die NFC-Technologie (Near Field Communication) auf Basis von RFID (Radio-Frequency Identification). Es handelt sich dabei um dasselbe System, das zum kontaktlosen Bezahlen mit der EC-Karte an der Ladenkasse genutzt wird. Mit einem Unterschied: Bei vielen Tankkarten fehlen entscheidende Sicherheitsmerkmale. AMS zitiert einen Experten, der den Ladesäulenbetreibern vorwirft, für die Authentifizierung der Ladekarten an der Säule Protokolle auf dem Stand von vor 20 Jahren zu verwenden.

Das bedeutet, dass eine Tankkarte in der Regel neben der ID keine weiteren Identifikationsmerkmale enthält. So ist es für Kriminelle einfach, auf Basis einer Blankokarte einen Kartenklon zu erstellen, sobald die ID einmal ausgelesen ist. Mit der geklonten Karte können die Betrüger auf Kosten ihrer Opfer Strom tanken.

Sofern Fahrer von Elektromotorrädern Karten für öffentliche Ladesäulen nutzen, sollten sie ihre Abrechnungen regelmäßig überprüfen – zumindest solange bis die Sicherheitslücken geschlossen sind.

Bild: © AUDI AG

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