Manuel Lettenbichler gewinnt Erzbergrodeo 2022

Nur acht Fahrer im Ziel

Manuel Lettenbichler gewinnt Erzbergrodeo 2022

Manuel Lettenbichler hat mit dem Erzbergrodeo den dritten Lauf zur FIM Hard Enduro World Championship gewonnen. Mit dem Sieg knüpft er an den Triumph seines Vaters an, der das legendäre Rennen vor sechs Jahren für sich entschied.

Erstmals 1995 ausgetragen, zählt das Erzbergrodeo zu den traditionsreichsten Hard-Enduro-Rennen der Welt – und in den Augen vieler Fahrer als das härteste. So erreichte auch dieses Jahr wieder nur eine Handvoll der 500 Finalisten das Ziel auf dem höchsten Punkt des gigantischen Tagebaus im steirischen Ort Eisenerz.

Als Erster hatte Manuel Lettenbichler die haarsträubenden Schwierigkeiten bewältigt. Nach zwei Stunden und 58 Minuten Kampf gegen den Berg fuhr er durch den Zielbogen. Rund drei Minuten später hatte der Mario Roman die Strapazen hinter sich, auf Rang drei folgte Trystan Hart. Nur insgesamt acht Fahrer bewältigten den Aufstieg innerhalb des Zeitlimits von vier Stunden.

Für Lettenbichler bringt der Sieg am Erzberg nicht nur wertvolle Punkte in der Wertung zur FIM Hard Enduro World Championship, er ist auch aus einem anderen Grund für den 24-Jährigen etwas ganz Besonderes. Fast auf den Tag genau vor sechs Jahren hatte sein Vater Andreas Lettenbichler, Lehrmeister und Mentor, das Erzbergrodeo gewonnen.

»Das Schwierigste war heute, dass es immer wieder Überraschungen gab. Wir waren die Strecke abgelaufen und dachten, dass wir alle Abschnitte kennen würden. Aber als wir dann unterwegs waren, konnten wir einige der neuen Abschnitte doch nicht lesen. Das war hart, denn wir konnten keine gute Spur finden. Das war für die führenden Fahrer sehr schwer«, kommentiert Lettenbichler das Rennen.

Während Lettenbichler zu einem Start-Ziel-Sieg fuhr, musste der Zweitplatzierte Roman sich nach einem verpatzten Massenstart erst zurückkämpfen. In der letzten Phase des Rennens kam der Spanier bis auf wenige Meter an Lettenbichler heran. In der, wie er sagte, »schwersten Ausgabe dieses Rennens aller Zeiten« konnte er den Führenden aber nicht mehr überholen.

Pechvogel des Tages war der fünfmalige Erzberg-Sieger Graham Jarvis, der wegen technischer Probleme eine Stunde lang an der Startlinie festhing. Der 47 Jahre alte Veteran schaffte in der verbliebenen Zeit zwar noch 21 der 27 Kontrollpunkte, kam aber nicht innerhalb des Zeitfensters in Ziel.

Der nächste Lauf zur FIM Hard Enduro World Championship findet mit dem Red Bull Abestone vom 8. bis 10. Juli in der Toskana statt.

Weitere Informationen

Foto: Mario Roman, Manuel Lettenbichler und Trystan Hart (v.l.). © Future 7 Media / Red Bull Content Pool

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