Ex-Norton-Boss Stuart Garner droht Verurteilung

Ex-Norton-Boss

Stuart Garner droht Haft

Nachdem der ehemalige Norton-Eigentümer Stuart Garner bereits zivilgerichtlich zur Rückzahlung von 14 Millionen Pfund aus den Pensionsfonds des Motorradherstellers verurteilt worden war, drohen im jetzt auch strafrechtliche Konsequenzen.

Stuart Garner, ehemaliger Eigentümer und Direktor von Norton Motorcycles, muss sich wegen rechtswidriger Investitionen aus drei Pensionsfonds vor Gericht verantworten. Die Pensionsfonds waren als Ergänzung zur Alterssicherung für Norton-Mitarbeiter aufgelegt worden. Per Gesetz müssen die Gelder »sicher« angelegt werden, maximal fünf Prozent des aktuellen Fondsvermögens dürfen in das eigene Unternehmen investiert werden.

Entgegen dieser Vorschrift hatte Garner jedoch immer größere Summen aus den drei Fonds Dominator 2012, Commando 2012 und Donington MC in die Norton Motorcycle Holdings Ltd. gesteckt, um Liquiditätslücken zu kaschieren. Einlagen von insgesamt 14 Millionen Pfund gingen so mit der Insolvenz verloren.

Bereits Ende 2020 war Garner von einem Gericht zur Rückzahlung der Summe verurteilt worden. Ob er das Geld je wird aufbringen können, ist mehr als fraglich, denn kurz nach dem Urteil meldete Garner Privatinsolvenz an.

Nun muss Garner erneut vor Gericht. Die Rentenaufsichtsbehörde hat Strafanzeige gegen ihn erstattet. Als ehemaliger Treuhänder der drei Fonds muss er sich wegen Verstößen gegen die Vorschriften rund um »Employer Related Investments – ERI« (zu deutsch: Arbeitgeberbezogene Investitionen) verantworten. Im Falle einer Verurteilung drohen Garner bis zu zwei Jahre Haft.

Der Prozess beginnt am 15. November am Derby Magistrates' Court.

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