TOURENFAHRER Ausgabe 0918

BMW S 1000 XR vs. Ducati Multistrada 1260 S

Sie passen in keine Schublade, bedienen sich in sämtlichen Lagern und wollen trotz Sportler-Triebwerken gute Touristen sein. Geht das gut? Wir waren mit der neuen Ducati Multistrada 1260 S und BMWs S 1000 XR unterwegs.

Umringt von einer Traube braun gegerbter Senioren mit E-Bikes stehen BMW und Ducati im hellen Morgenlicht am Mosel-Ufer. Die rüstigen Rentner interessieren sich brennend für die bepackten Test-Motorräder und unsere damit verbundene Fotomission. Als es zu der unweigerlichen Frage nach den Pferdestärken kommt, blicken wir in 15 weit aufgerissene Augenpaare: 160 PS? Köpfe werden geschüttelt, andere nicken anerkennend – dabei haben wir bei der BMW sogar abgerundet, denn der Reihen-­Vierer bringt es laut Datenblatt sogar auf 165 PS, während für die Ducati »nur« 158 angegeben sind. Zugegeben, was diesen beiden Motorrädern definitiv nicht fehlt, ist Leistung. Die mit ähnlicher Zielrichtung allerdings unterschiedlich dargeboten wird. Auch wenn für Motorräder dieser Gattung – also semi-hochbeinige, von Supersport-­Motoren befeuerte, bequeme, reisetaugliche Crossover-Bikes – längst neue Begrifflichkeiten entwickelt wurden, sind diese zweirädri­gen Muskel-Konglomerate doch vor allem eines: neu interpretierte Sporttourer.

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