Dakar 2018 Yamaha

Dakar 2018: Noch alles offen

Die Top-Teams wechseln sich ab mit der Führung bei der diesjährigen Rally Dakar. Auch zu Beginn der zweiten Woche haben noch alle Spitzenfahrer die Chance auf den Gesamtsieg. Nur für Titelverteidiger Sam Sunderland ist das Rennen nach einem schweren Sturz vorbei.

Während die letzten Austragungen der Dakar als Duell der Marken KTM und Honda wahrgenommen werden konnten und die eigentliche Spannung darin bestand, ob es Honda vielleicht doch noch schaffen würde, KTM den Titel zu rauben, hat sich bei der diesjährigen Dakar ein weiterer Player an der Spitze etabliert: Yamaha.

Mit Adrien van Beveren ist im Team der Blauen über die letzten Jahre ein Fahrer herangereift, der das Geschehen bei der diesjährigen Dakar maßgeblich mitbestimmt. Vom Start weg rangiert der Franzose auf den Top-Positionen, leistet sich lediglich in der dritten Etappe einen kleinen Patzer, der in auf die siebte Position zurückfallen lässt.  

Gleich mit der vierten Etappe wetzt Van Beveren die Scharte wieder aus und übernimmt die Führung von Titelverteidiger Sam Sunderland, der aus dem Rennen crasht.

Nach der sechsten Etappe muss Van Beveren die Führung kurz an Honda-Mann Kevin Benavides abgeben, holt sie sich in der siebten Etappe jedoch zurück und verteidigt seine Spitzenposition auch über den achten Abschnitt des Rennens.

Doch in der Tasche hat Yamahas Frontmann das Rennen noch lange nicht. Nicht nur, dass eine Rallye vom Kaliber der Dakar grundsätzlich auch am letzten Tag noch verlorene werden kann – die Verfolger sitzen Van Beveren dicht im Nacken.

Nur winzige 22 Sekunden Rückstand hat der Argentinier Benavides nach acht Etappen, gefolgt von den KTM-Fahrern Walkner (+06’34’’) und Price (+7’35’’), die damit auch noch in komfortabler Schlagdistanz zum Führenden sind. Auch der stark fahrende Joan Barreda (HON), der trotz Sturz die erste Marathonetappe für sich entscheiden konnte, liegt nur rund acht Minuten zurück, gefolgt von KTM-Werksfahrer Antoine Meo mit +09’56’’ auf sechster Position.

Erst mit der siebten Position (Stefan Svitko, KTM) werden die Abstände zur Spitze mit Werten von einer halben Stunde aufwärts etwas größer.

Nachdem die zweite Hälfte des Rennens nach dem Ruhetag in der bolivianischen Hochlandmetropole La Paz von Anfang an von Regen geprägt war, hat sich die Witterung immer weiter verschlechtert. Der Orga blieb nichts anderes übrig, als die neunte Etappe zu canceln. Die Serviceteams hatten angesichts der Straßenverhältnisse keine Chance, rechtzeitig das Biwak zu erreichen, um die nach der Marathonetappe arg mitgenommenen Fahrzeuge wieder instandzusetzen.

Die Dakar 2018 endet am 20. Januar im argentinischen Córdoba. Wir werden berichten.

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Fotos: Hersteller, dakar.com

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