KTM 1290 Super Adventure

Intermot 2014 – KTM

Statt Ready to Race nun Luxus im Überfluss: mit der 1290 Super Adventure zeigt KTM, dass man jenseits der Salzach die Zeichen der Zeit erkannt hat. Doch auch die sportliche Seite der Marke zeigt sich im aktuellen Modelljahrgang: Mit einer überarbeiteten Palette Sportenduros, den neuen Crossern sowie dem Straßenrenner RC 390.

  Langstreckentourer mit Komfort und elektronischen Assistenzsystemen: Die KTM 1290 Super Adventure.

1290 Super Adventure

Von KTM explizit im Segment »Street« platziert, möchte die neue 1290er trotz ihrer Modellbezeichnung Adventure als Onroad-Tourer wahrgenommen werden. Nichtsdestotrotz sind es nicht nur Anleihen beim Design, die die Verwandtschaft mit den Reiseenduros aus Mattighofen deutlich machen. Herzstück der Super Adventure ist der 1301er Twin aus der Super Duke R. Geänderte Zylinderköpfe, neue Nockenwellen und eine Kurbelwelle mit mehr Schwungmasse reduzieren die Leistung auf 160 PS und sorgen für eine stärker aufs Touren ausgelegte Charakteristik.Damit die Besatzung sicher ans Ziel kommt, arbeiten mehrere Assistenzsysteme dezent im Hintergrund. Das mit der 1190 Adventure unlängst eingeführte Stabilitätssystem MSC ist ebenso mit an Bord wie eine Traktionskontrolle und ein ABS. LED-Kurvenlicht und Reifendruckkontrolle sind weitere Sicherheitsfeatures.Optional werden Berganfahrhilfe sowie eine Motor-Schleppmoment-Regelung gegen das Stempeln des Hinterrades bei harten Bremsmanövern angeboten.Das semiaktive Fahrwerk erlaubt durch die Vorwahl verschiedener Settings die Anpassung an den persönlichen Fahrstil oder den Charakter der geplanten Route. Für Komfort unterwegs sollen der serienmäßige Tempomat, die verstellbare Windschutzscheibe mit Einhandbedienung sowie Sitz- und Griffheizung sorgen. Von der Langstreckentauglichkeit des Konzepts ist man in Mattighofen jedenfalls so überzeugt, dass man der 1290 Super Adventure 30 Liter Sprit mit auf die Reise gibt.

  Supersportler KTM RC 390 für Straße und Rennstrecke.

RC 390

Ausgestattet mit dem gleichen Motor wie die erfolgreiche KTM 390 Duke, legt die RC 390 den Fokus mit einem eigenen Chassis, anderer Fahrposition und Vollverkleidung stärker auf das sportliche Fahren.Obwohl Ähnlichkeiten zum bewährten Stahlgitterrohrrahmen der Duke bestehen, unterscheidet sich die Geometrie der RC 390 recht deutlich. Ein steilerer Lenkkopfwinkel, kombiniert mit kürzerem Nachlauf und Radstand, sollen ein leichteres Handling ermöglichen, ohne dass der Pilot auf Hochgeschwindigkeitspräzision verzichten muss.Für den sportlichen Einsatz sind auch die Federelemente von WP straffer abgestimmt. Mit 43 Millimetern hat die Upside-Down-Vorderradgabel der RC 390 den gleichen Innenrohrdurchmesser wie die des Superbikes KTM 1190 RC8 R.Wie die 390 Duke wird die RC 390 von einem kurz übersetzten, flüssigkeitsgekühlten Einzylinder mit 375 Kubikzentimetern angetrieben. Das mit zwei obenliegenden Nockenwellen und elektronischer Benzineinspritzung ausgestattete Aggregat leistet 44 PS und 35 Nm. Dem steht ein Leergewicht von 147 Kilogramm gegenüber.Die RC 390 profitiert von einem in Kooperation mit Brembo entwickelten Bremssystem. Ein radial verschraubter Vierkolbensattel verbeißt sich unterstützt durch das serienmäßige Bosch ABS in eine 300 Millimeter große Bremsscheibe.Fahrer, die gern sportlich auf der Landstraße unterwegs sind, könnten sich für die RC 390 ebenso interessieren wie Leute, die gelegentlich ihre Runden auf der Rennstrecke drehen. Für Piloten, die noch mehr wollen, gibt es die Sportversion RC 390 Cup, die auch das Einheitsfahrzeug für den ADAC Junior Cup darstellt.

  Als Crosser oder als zulassungsfähige Enduro erhältlich: KTM Freeride E.

Freeride E

Mit zwei Modellvarianten geht KTMs Elektro-Offroader Freeride E ins neue Modelljahr. Eine minimalistische Sportausführung ist für den Einsatz auf der Cross-Strecke ausgelegt, die Endurovariante darf auch im öffentlichen Straßenverkehr bewegt werden.21,5 PS leistet der bürstenlose Permanentmagnet-Synchronmotor bei einem Drehmoment von 42 Nm. Gesteuert wird der Motor von einer  Hochleistungs-ECU (Engine Control Unit), die in allen Fahrsituationen eine sofortige und optimal nutzbare Leistungsentfaltung ermöglichen soll. Sowohl der Motor selbst als auch die ECU sind flüssigkeitsgekühlt. Zwei Radiatoren sorgen für die Wärmeabfuhr.Ihre Energie bezieht die Freeride E aus einer Lithium-Ionen-Batterie. 360 Zellen sind in diesem Stromspeicher zusammengeschaltet. Das Energiemanagement obliegt ebenfalls einer Elektronischen Baugruppe. Für etwa eine Stunde Fahrt soll eine Ladung reichen.Der obere Bereich des Rahmens ist aus Chrom-Molybdän-Stahl gefertigt und wird durch verschraubte Aluminiumprofile verstärkt. Im unteren Bereich wirkt der Motor als mittragendes Element, zusätzliche Steifigkeit in diesem Bereich soll durch eine Bodenplatte aus Aluminium erreicht werden. Um Leichtigkeit mit hoher Festigkeit zu kombinieren, ist das angeschraubte Rahmenheck aus glasfaserverstärktem Polyamid gefertigt. Als Federelemente kommen hochwertige Komponenten von WP zum Einsatz. Sowohl die USD-Gabel als auch das direkt angelenkte Federbein warten mit 250 Millimetern Arbeitsweg auf. Mit 106 Kilogramm geht die ausschließlich für abgesperrte Kurse geeignete Variante Freeride E-SX ins Rennen, das mit allen StVZO-relevanten Anbauteilen ausgestattete zulassungsfähige Modell E-XC bringt zwei Kilogramm mehr auf die Waage.

  Mit kleinen Updates gehen die EXC-Modelle ins Modelljahr 2015.

EXC-Modelle 2015

Tiefe Eingriffe mussten die Sportenduros der EXC-Baureihe bei der jüngsten Überarbeitung nicht über sich ergehen lassen. Der leichte Rahmen aus Chrom-Molybdän-Stahl, die Federelemente des zum KTM-Konzern gehörenden Herstellers WP mit dem charakteristischen PDS sowie die Elektronik des Motormanagements wurden von den Ingenieuren prinzipiell für up to date befunden.Für das Modelljahr 2015 erfolgte das obligatorische Feintuning der Fahrwerksabstimmung, hinzu kommt ein neuer digitaler MAE-Tacho für einen besseren Informationsüberblick, ein neuer schwarzer Neken-Lenker mit verbessertem Handschutz und noch weicheren Griffen. Außerdem neue schwarze Giant-Felgen für höhere Steifigkeit mit CNC-bearbeiteten Naben. Abgerundet wird das Design der EXC-Modelle durch neue Graphics und einen orangefarbenen Rahmen, wie er normalerweise nur bei den Werksmaschinen zu sehen ist.Die EXC-Reihe umfasst für das Modelljahr 2015 die Viertaktmodelle 250 EXC-F, 350 EXC-F, 450 EXC, 500 EXC sowie die Zweitaktmodelle 125 EXC, 200 EXC, 250 EXC und 300 EXC, von denen einige von kleineren Motor-Updates profitieren.

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