Cross Country Meisterschaft 2015, Lauf 1 in Walldorf

Cross Country Meisterschaft 2015, Lauf 1

Am vergangenen Wochenende fand bei bestem Wetter das Auftaktrennen zur Maxxis Cross Country Meisterschaft in Walldorf statt. Über 800 Starter kämpften in 20 Klassen um die ersten Meisterschaftspunkte.

Die Veranstaltung des MC Walldorf, auf der wie immer perfekt vorbereiteten »Werksstrecke« durch den Wald ist längst ein fester Anker der deutschen Offroad-Szene.

Cory Nemeth macht da weiter, wo er aufgehört hat. Der Ungar machte sich beim Auftakt der Cross Country Meisterschaft in Walldorf sofort auf in Richtung Titelverteidigung in der höchsten Wertungsklasse XC Pro – und gewann souverän. Nemeth war 14 Tage zuvor nach einem heftigen Sturz bei den MX-Masters noch mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus eingeliefert worden – doch davon war dem KTM-Fahrer in Walldorf nichts mehr anzumerken: »Ich fürchte, die Schmerzen kommen erst heute Abend,« meinte Cory bei der Siegerehrung, wo er sich ausdrücklich bei seinem gesamten Team und seinen Freunden bedankte, die diesen Start möglich gemacht hatten.

Nemeth benötigte weniger als 20 Minuten, um an die Spitze des Feldes zu gehen: Den Holeshot hatte zunächst Mike Hartmann gewonnen, kurz danach hatte sich der schwedische Junior Erik Ljungberg an die Spitze gesetzt. Doch ganz glatt lief es für Nemeth nicht: »Meine Fußbremse funktionierte nicht richtig – ich musste jedes Mal dreimal pumpen, bis die griff.«

Den zweiten Platz belegte am Ende Chris Weiß. Mit der 300er KTM hatte er auf den Einsatz des Elektrostarters verzichtet. »Ich dachte, das geht ohne schneller, aber ich bin beim ersten Treten abgerutscht und musste ein zweites Mal kicken. Und dann waren die meisten Fahrer schon weg.« Trotz dicker Arme kämpfte er sich noch vor der Tankpause auf den zweiten Platz vor. Nach dem Boxenstopp fädelte er zunächst auf dem fünften Rang ein, um dann schnell wieder den Vize-Platz zu erobern. »Danach hatte ich auch keine dicken Arme mehr, und als Dennis angriff, hatte ich noch genug Reserven.«

Nicht ganz zufrieden war Dennis Baudrexl mit seinem dritten Platz: »Ich bin gestern bei einem Stadtlauf über 10 Kilometer gestartet und sogar Achter geworden, aber das steckt mir ziemlich in den Knochen. Deshalb habe ich mich auf dem Motorrad nicht so wohl gefühlt,« entschuldigte sich der TM-Pilot. Baudrexel, der auch bei den MX-Masters startet, will die komplette GCC fahren. Es gibt nur eine Terminüberschneidung.

Auf dem vierten Platz ein sichtlich zufriedener Kevin Zdon. Der Kawasaki-Fahrer war zwar schon ein paar MX-Rennen in diesem Jahr gefahren, aber nie die lange Distanz. Deshalb wusste er nicht so recht, wie es für ihn ausgehen würde. Gleich beim Start rangierte er auf Rang zwei und konnte sich in der Spitzengruppe halten. "Die letzten 40 Minuten bekam ich dann aber Blasen an den Händen."

Überraschend stark der Überraschungsstarter Marcus Kehr. Der Enduro-Multichampion hatte sich kurzentschlossen für den Pro-Lauf angemeldet, nachdem er entschieden hatte, doch nicht zum Extrem-Enduro nach Portugal zu fahren.

Der Finne Tomi Peltola war wieder am Start und hatte zunächst auch keine gesundheitlichen Probleme mehr, bis ihm nach etwa einer halben Stunde ein Schlag auf die Hände den Daumen verdrehte: »Ich hatte harte Arme und konnte den Lenker nicht richtig festhalten. Dann bin ich voll in eine Bremswelle reingeknallt und der Schlag ging voll auf die Hände.«

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Foto © Baboons

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